Beachvolleyball Grand Slam Donnerstag, den 19.07.2012

Einer der heissesten Tage des Grandslam von Klagenfurt - nicht nur das Wetter spielte optimal mit - auch dabei: die Top-Teams von Österreich

Artikel von: Michael Pagitz, Fotos von: Michael Pagitz

Wieder geht ein Tag in Kärntens spektakulärster und heißester Sandkiste zu Ende. Für die Damen bedeutete das Ende dieses Tages leider auch das Ende des Beachvolleyball Grand Slam 2012. Die Schwaiger Sisters können zwar ihr erstes Spiel des Tages gegen die Amerikanerinnen Akers und Hochevar klar in zwei Sätzen gewinnen und verpassen damit nur knapp den ersten Gruppenplatz, müssen sich jedoch im Spiel um Platz 17 gegen die Brasilianerinnen Talita und Antonelli nach einem wirklich harten Kampf geschlagen geben. Auch wenn die Brasilianerinnen als klare Favoriten in dieses Spiel gestartet sind, so konnten Doris und Stefanie dennoch zeigen, dass sie zur Weltspitze in diesem Sport gehören und haben das Publikum mit vielen spektakulären Ballaktionen begeistert.

Abschiednehmen vom Beachvolleyball Grand Slam 2012 hieß es leider auch für das Damen Team Sara Montagnolli und Babsi Hansel. Sie lieferten ein unglaublich spannendes Spiel gegen die beiden Deutschen Sara Goller und Laura Ludwig. Beide Teams konnten mit ihrer Angriffs- und Verteidigungsleistung das Publikum mehrmals zu Jubelstürmen in Form der Welle und wave your flag, hin reißen. Trotzdem unterlagen die beiden Österreicherinnen mit 1:2 und verpassten so leider den Aufstieg in die k.o. Runde werden 25. Für Sara Montagnolli war es ein besonders emotionaler Abschied, denn Sie beendet nach dem Grand Slam ihre Beachvolleyball Karriere. Dass sie nicht nur ihren Fans fehlen wird zeigt nebenstehendes Foto auf dem sie von Laura Ludwig zum Abschied umarmt wird.

Herzliche Umarmung

Auch für Österreichs Herren Teams, mit Ausnahme von Huber/Seidl, läuft der Tag nicht ganz nach ihren Wünschen. So verlieren Daniel Müllner und Jörg Wutzl trotz guter Leistung gegen die Beiden Brasilianer Ricardo und Cunha, die beide zu den Top gesetzten Mannschaften zählen. Zu Beginn dieser Partie sah sogar alles nach DER Sensation schlecht hin aus. Müllner und Wutzl konnten den ersten Satz noch mit 21:18 durch eine Starke Block und Angriffsleistung für sich entscheiden. Im zweiten Satz drehten die Brasilianer den Spieß jedoch um und konnten, wie die Österreicher zuvor, den Satz mit 21:18 für sich entscheiden. Der dritte Satz ging mit einem klaren 15:8 an die Brasilianer. Gegen die Niederländer Boersma und Spijkers spielten die beiden Österreicher zwar mit vollem Einsatz, verloren jedoch beide Sätze mit 12:21  und nach einem langen Kampf mit 28:30.

Ganz und gar nicht gut lief es für Clemens Doppler und Alexander Horst. Die Beiden mussten sich sowohl gegen die Schweizer Chevallier/Heyer mit 15:21 und 18:21 und gegen die beiden Niederländer Brouwer/Meeuwsen, klar in zwei Sätzen geschlagen geben. Die beiden Österreicher machen in ihren Spielen einen etwas unkonzentrierten Eindruck. Bleibt nur zu hoffen, dass Sie morgen noch einmal so richtig nach legen können und uns mit Beachvolleyball vom Feinsten verwöhnen, dass wir aus den letzten Jahren von ihnen gewohnt sind.

Ganz anders lief es bei den Lokalmatadoren Xandi Huber und Robin Seidl aus Klagenfurt, die nicht nur rund 500 Fans persönlich kennen sondern wahrscheinlich auch mit jedem Sandkorn am Centercourt per du sind. Die beiden können schon auf eine sehr gute Saison 2012 zurück blicken. So war es ihnen unter anderem gelungen einen weiteren Startplatz bei Olympia für Österreich im Beachvolleyball heraus zu spielen, den sie leider nicht selbst in Anspruch nehmen sondern ihren Kollegen Clemes Doppler und Alexander Horst weiter geben. Zwar verloren sie ihr erstes Spiel gegen die Russen Bogatov/Barsouk in zwei Sätzen mit 22:24 und 17:21, was sie jedoch im letzten Spiel des Tages, gegen die Kanadier Redmann/Saxton, zeigten war Beachvolleyball wie er spannender nicht sein könnte. Den ersten Satz gewannen die Beiden Österreicher mit 21:19. Der Zweite Satz ging, nachdem sich die beiden in den letzten Punkten stark zurück gekämpft haben, an Kanada. Das sich Xandi und Robin nicht so einfach aus ihrem Wohnzimmer spielen lassen zeigten die Beiden in einem fulminanten dritten Satz der mit Abstand der spannendste Satz des ganzen Tages am Center Court war. Robins Block in Kombination mit der schnellen Verteidigung von Xandi sorgte dafür, dass die Beiden den dritten Satz klar mit 15:10 für sich entscheiden konnten. Nach dieser Leistung fragte sich schon der eine oder andere warum die Beiden auf einen Startplatz bei den Olympischen Spielen verzichten mussten. Für Alexander Huber ist dies sein persönliches Olympia . Wir sind jedoch sicher, dass Xandi und Robin Österreich in Zukunft noch bei den Olympischen Spielen vertreten werden. Wer die österreichischen Teams morgen anfeuern möchte sollte früh aufstehen um noch einen der begehrten Sitzplätze am Centercourt zu ergattern.

Wer heute nicht dabei sein konnte, dem wüschen wir viel Spaß beim durchstöbern der Bildergalerie.

Schwaiger Sisters

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